Vita

Aktuell: Der Tenor Taras Semenov verbindet Lied, Konzert und Musiktheater und entwickelt eigene Konzertformate, die klassische Musik in neue Räume bringen. 2026 debütierte er mit Schuberts Die schöne Müllerin in Wien (Salon Karlsplatz im Künstlerhaus) und in einer Vesper des Dresdner Kreuzchores. Sein Masterstudium an der HMT Leipzig bei Prof. Caroline Stein schloss er im selben Jahr ab. Seitdem ist er freiberuflich tätig und springt als Solist auch kurzfristig ein, etwa in Herzogenbergs Die Geburt Christi in Hamburg.

Ausbildung: Geboren 1995 in der Ukraine, begann er seine musikalische Laufbahn mit Tuba am Leontowytsch-Musikkolleg in Winnyzja. Seit 2019 wird er von Espen Fegran begleitet. Es folgten der Bachelor an der Hochschule für Künste Bremen bei Prof. Thomas Mohr (2024) und das Masterstudium in Leipzig bei Prof. Caroline Stein. Wichtige Impulse erhielt er in Meisterkursen bei Christoph Prégardien, Julian Prégardien und Dr. Ulrike Kinzle, seit 2025 im Unterricht bei Peter Berne.

Schwerpunkte: Im Lied widmet er sich Schuberts Die schöne Müllerin und Schumanns Dichterliebe sowie eigenen Programmen wie Dichter. Liebe und Lieder von der Ewigkeit. Im Konzertfach singt er Evangelist und Solist im Weihnachtsoratorium, Mozarts Requiem und zahlreiche Bachkantaten. Auf der Bühne war er u. a. Lenski, Don Ottavio, Tanzmeister, Lui und Peter Quint und wirkte in Uraufführungen am Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin und in Lübeck mit.

Stipendien und Preise: Stipendiat der Konrad-Adenauer-Stiftung (seit 2024), der Richard-Wagner-Stipendienstiftung und der Lied-Meisterklasse von Christoph Prégardien im Beethoven-Haus Bonn (beide 2023); Förderpreis der Sängerakademie Torgau (2023).

Ausblick: Am 4. Dezember 2026 hat Der Vogelhändler am Allee Theater Hamburg Premiere (Hans / Professor Süffle), mit Vorstellungen bis Februar 2027. Zuvor singt er u. a. BWV 38 am 25. Oktober und im Reformationstagskonzert (Buxtehude, Händel, Vasks) am 31. Oktober.

Und etwas persönlicher…

Und etwas persönlicher…

Ich wurde am 11. Dezember 1995 in der ukrainischen Kleinstadt Bar geboren. Meine erste musikalische Berufsausbildung erhielt ich am Leontowytsch-Musikkolleg in Winnyzja (2010–2014). Dort studierte ich zunächst Tuba, bevor ich meine Leidenschaft für den Gesang entdeckte. Nach dem ersten Berufsabschluss studierte ich drei Jahre (ohne Abschluss) Theologie im Fernstudium am Theologischen Seminar der Ukrainischen Orthodoxen Kirche in Kyjiw.

Zur Oper brachte mich ein prägendes Erlebnis: Während meines Bundesfreiwilligendienstes (2018–2019) in einem Kindergarten in Eutin durfte ich mich der Regisseurin Dominique Caron vorstellen. Sie ermöglichte es mir, im Chor der Festspiele unter der Leitung von Romely Pfund mitzuwirken. Bei den szenischen Proben mit Orchester spürte ich eine tiefe Erfüllung und wusste: „Was ich suchte, hab ich funden.“ Romely Pfund empfahl mir, meine Ausbildung bei Espen Fegran fortzusetzen. Sie und ihr Ehemann unterstützten mich besonders in der Anfangszeit meines Studiums sehr, wofür ich ihnen bis heute verbunden bin. Auch die Familie Todsen-Reese spielt eine wichtige Rolle in meinem Leben.

Meine gesangliche Ausbildung begann im Oktober 2019 bei Espen Fegran an der Musikhochschule Lübeck, der mich bis heute begleitet. Es folgte das Bachelorstudium an der Hochschule für Künste Bremen bei Prof. Thomas Mohr, das ich im November 2024 abschloss. 2026 habe ich mein Masterstudium an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig in der Klasse von Prof. Caroline Stein abgeschlossen. Seitdem arbeite ich freiberuflich.

2026 war für mich ein Jahr der Debüts. Im Juli sang ich Die schöne Müllerin zum ersten Mal in Wien, im Salon Karlsplatz des Künstlerhauses, gemeinsam mit der Pianistin Sofia Semenina. Im September durfte ich in einer Vesper des Dresdner Kreuzchores debütieren. Schuberts Zyklus hatte ich bereits am 24. Januar 2025 in einer eigenen Aufführung interpretiert. Mit dem Projekt „Die schöne Müllerin – unterwegs“ führe ich ihn heute an besondere Orte.

Ich erarbeite mir ein vielseitiges Opernrepertoire. Zuletzt war ich als Prolog/Quint in Brittens The Turn of the Screw an der HMT Leipzig zu erleben. Zuvor sang ich Lenski in Tschaikowskys Eugen Onegin, Don Ottavio in Mozarts Don Giovanni und den Tanzmeister in Strauss’ Ariadne auf Naxos. Im Sommer 2024 war ich Lui in Nino Rotas selten gespielter Oper La notte di un nevrastenico. Dazu kamen mehrere Uraufführungen, darunter „Io, Prometeo“ in Dittrichs Mauser: Tryptichon am Mecklenburgischen Staatstheater und Jugendleiter B. in Potts Gegen den Wind in Lübeck. Am 4. Dezember 2026 hat Der Vogelhändler am Allee Theater Hamburg Premiere, dort singe ich Hans / Professor Süffle.

Im Konzertfach singe ich unter anderem Evangelist und Solist im Weihnachtsoratorium, Mozarts Requiem und viele Bachkantaten. Im Dezember 2025 sprang ich in Hamburg kurzfristig als Tenor-Solist in Herzogenbergs Die Geburt Christi ein.

Neben der Bühne widme ich mich intensiv dem Kunstlied. Wichtige künstlerische und dramaturgische Impulse erhielt ich in Meisterkursen und Unterricht bei Christoph Prégardien, Julian Prégardien und Dr. Ulrike Kinzle. Ich entwickle eigene Konzepte, darunter Dichter. Liebe und Lieder von der Ewigkeit. Auch ohne festes Liedduo verbinden mich mit Sofia Semenina und Gretel Jazeron viele gemeinsame Stunden intensiver musikalischer Arbeit, die ich bis heute als sehr bereichernd erlebe.

Auf der Suche nach neuen Herausforderungen erweitere ich mein Repertoire gezielt im Bereich Belcanto und Mozart. Dabei begleitet mich seit Februar 2025 der Dirigent und Musikwissenschaftler Peter Berne mit regelmäßigem Unterricht. Künstlerinnen und Künstler wie Marlene Heiß, Gregor Horres und Ulrich Sprenger prägen mein Denken und Gestalten bis heute.

2023 war ich Stipendiat der Lied-Meisterklasse von Christoph Prégardien im Beethoven-Haus Bonn und erhielt den Förderpreis der Sängerakademie Torgau. Mit Freude und Dankbarkeit bekam ich im selben Jahr das Bayreuth-Stipendium der Richard-Wagner-Stipendienstiftung. Seit Oktober 2024 fördert mich zudem die Konrad-Adenauer-Stiftung.

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