Februar bis Juni

Rückblick

Meilensteine und persönliche Veränderungen.

Manche Zeiten hinterlassen keine lauten Erinnerungen. Sie bestehen aus Bahnhöfen und Konzertsälen, aus Abschieden und Begegnungen, aus Stunden im Übezimmer und Gesprächen spät am Abend. Erst mit etwas Abstand erkennt man, dass man längst aufgebrochen ist, während man noch glaubte, am selben Ort zu stehen. Die Monate zwischen Februar und Juni 2026 waren für mich eine solche Zeit. Sie begannen mit Fragen und endeten nicht mit Antworten, sondern mit neuen Wegen. Persönlich markierte dieses Frühjahr einen tiefen Einschnitt. Eine Trennung beendete einen Lebensabschnitt, der lange zu meinem Alltag gehört hatte. Vieles, was vertraut gewesen war, musste neu gedacht werden. Zugleich zeigte sich, dass Veränderungen nicht nur etwas nehmen, sondern auch Räume öffnen können – für Begegnungen, Erfahrungen und Entwicklungen, die zuvor vielleicht verborgen geblieben wären. Während privat vieles in Bewegung geriet, nahm auch das künstlerische Leben Fahrt auf. Das Jahr begann mit dem Notenspur-Salon in Leipzig und führte über die WiN-Reihe zu immer neuen musikalischen Landschaften: von Marschner und Wagner über Schubert, Tschaikowski, Tosti und Wolf bis zu Haydn, Mozart, Lehár und Britten.

Gleichzeitig setzte sich die Reise von Die schöne Müllerin – unterwegs fort. Gemeinsam mit Sofia Semenina durfte ich Schuberts Zyklus erneut an besondere Orte tragen – nach Poggenhagen, Leipzig und Berlin. Jeder dieser Orte hatte seinen eigenen Klang, sein eigenes Publikum und seine eigene Geschichte. Und doch erzählten sie alle von derselben Sehnsucht nach Nähe, Zuhören und echter Begegnung. Zwischen diesen Stationen lagen weitere Wegmarken: mein letzter Klassenabend während des Studiums, das Klassenkonzert im Schumann-Haus Leipzig, die intensive Arbeit an neuen Rollen und schließlich die unerwartete Freude über die Verleihung des Tausendsassa-Sachs-Preises der Kulturstiftung Leipzig und der WiN-Reihe. Rückblickend erscheint mir dieses Frühjahr wie ein Weg durch wechselnde Landschaften. Manche waren hell, andere von Nebel verhangen. Einige Abschiede schmerzten, andere Entwicklungen erfüllten mich mit Dankbarkeit. Doch alle gehörten zu derselben Reise. Wenn ich heute auf diese Monate blicke, denke ich weniger an einzelne Termine als an die Menschen, die sie begleitet haben, an die Musik, die Trost und Orientierung schenkte, und an die Erfahrung, dass Aufbruch und Verlust oft näher beieinanderliegen, als man zunächst glaubt. Die folgenden Stationen erzählen von dieser Zeit.

CHRONIK FEBRUAR–JUNI 2026

13. Februar 2026

NOTENSPUR-SALON LEIPZIG

Ausschnitte aus:

• Heinrich Marschner: Der Vampyr (Aubry)
• Richard Wagner: Das Rheingold (Mime)

Presse:

„Die Arie des Aubry, von Tenor Taras Semenov ausdrucksvoll präsentiert, beeindruckte durch ihren Farbenreichtum.“

„Taras Semenov brillierte auch darstellerisch als Mime aus Rheingold.“

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11. März 2026

WiN 18

Liedprogramm:

• Ottorino Respighi: Nebbie
• Pjotr Tschaikowski: Ja ljublju vas
• Franz Schubert: Nacht und Träume
• Richard Strauss: Allerseelen
• Franz Schubert: Musensohn

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8. April 2026

WiN 19

Werke von Francesco Paolo Tosti:

• La Serenata
• L'alba separa dalla luce l'ombra
• A Vucchella

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26. April 2026

DIE SCHÖNE MÜLLERIN – UNTERWEGS
Hauskonzert Poggenhagen

• Franz Schubert: Die schöne Müllerin D 795
• Sofia Semenina, Klavier

Besonderheit:

• Aufführung auf einem Bechstein-Flügel von 1864

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2. Mai 2026

DIE SCHÖNE MÜLLERIN – UNTERWEGS
C. Bechstein Centrum Leipzig

• Franz Schubert: Die schöne Müllerin D 795
• Sofia Semenina, Klavier

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7. Mai 2026

LETZTER KLASSENABEND

Programm mit Liedern von Francesco Paolo Tosti.

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8. Mai 2026

DIE SCHÖNE MÜLLERIN – UNTERWEGS
Schwartzsche Villa Berlin

• Franz Schubert: Die schöne Müllerin D 795
• Sofia Semenina, Klavier

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13. Mai 2026

WiN 20

• Joseph Haydn: Arie des Lukas aus Die Jahreszeiten
• Arthur Sullivan: A Wand'ring Minstrel I aus The Mikado
• Wolfgang Amadeus Mozart: Vado incontro al fato estremo aus Mitridate, Re di Ponto

Auszeichnung:

• Verleihung des Tausendsassa-Sachs-Preises der Kulturstiftung Leipzig und der WiN-Reihe

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21. Mai 2026

WiN 21
C. Bechstein Centrum Leipzig

• Wolfgang Amadeus Mozart: Vado incontro al fato estremo aus Mitridate, Re di Ponto
• Franz Lehár: Gern hab' ich die Frauen geküsst aus Paganini

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30. Mai 2026

KLASSENKONZERT
Schumann-Haus Leipzig

Lieder von:

• Mykola Lysenko
• Pjotr Tschaikowski
• Hugo Wolf
• Carl Böhm

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11. Juni 2026

WiN 22
C. Bechstein Centrum Leipzig

• Benjamin Britten: Albert the Good! aus Albert Herring

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