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Kommende Termine – Mai bis Juli 2025

Die nächsten Monate sind musikalisch gut gefüllt. Hier eine Übersicht der Projekte, an denen ich beteiligt bin:

„Moskau, Tscherjomuschki“ von Sergej Gluschkow
Premiere war am 30. April im Großen Saal der HMT Leipzig. Weitere Aufführungen am 2., 3., 5., 6. und 8. Mai.

Konzert der Klasse von Prof. Caroline Stein
Am 7. Mai im Kammermusiksaal der HMT Leipzig.

11. RICHARD WAGNER: INSPIRATION UND NEBENWIRKUNGEN (WIN)

am 14. Mai in Alte Nikolaischule, Richard-Wagner-Aula, Nikolaikirchhof 2, 04109 Leipzig Mehr Infos

Kantaten-Konzert mit BWV 144 und BWV 166
Am 18. Mai in der Maria-Magdalenen-Kirche in Malente.

„Die schöne Müllerin“ mit Sofia Semenina
Am 4. Juni in St. Georg auf dem Berge in Ratzeburg.

„Judas-Kantate“ von H. Streck
Am 6. Juli in der Christuskirche Geesthacht.

Internationale Sächsische Sängerakademie
Konzerte vom 12. bis 20. Juli auf Schloss Hartenfels in Torgau.

Vielleicht sieht man sich bei der einen oder anderen Veranstaltung.

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Pflicht, Plattenbau und Persona: Wenn das Ich zur Systemeinheit wird


Was bleibt vom Menschen, wenn er nur noch gebraucht wird? Individuum oder Massenware

OpenAI

In Moskau, Tscherjomuschki dreht sich nicht nur um Wohnungsknappheit und Korruption, sondern um etwas Tiefergehendes, das über das konkrete Thema hinausgeht: die systematische Entwertung des Individuums.

Die Figuren dieser Operette – ob bunt, komisch oder tragisch – konfrontieren alle die gleiche Realität: Ihr persönlicher Wert hängt davon ab, wie sehr sie dem System dienen. Ihre Träume, Eigenheiten und Würde? Nur relevant, wenn sie dem Zweck dienen, sonst nicht.

Der Kranführer, der Funktionär, der Schlehmil, die Idealistin: Sie alle sind Teil eines Systems, das nicht das Individuum schützt, sondern es nutzt – und sofort ersetzt, wenn es nicht mehr passt.

Selbst die Hoffnung wird in dieser Welt funktionalisiert. Der Gedanke an Fortschritt, beispielsweise durch neue Wohnungen, dient nur als Fassade, während dahinter Zynismus und Angst herrschen. Wer diese Fassade durchschaut, muss dennoch mitspielen, um zu überleben.

Die Operette ist in ihrer Form unterhaltsam, ironisch und musikalisch verspielt. Doch sie enthüllt einen düsteren Kern: die systematische Entmenschlichung der Menschen, während man ihnen vorgaukelt, Teil von etwas Größerem zu sein.

Gerade in der heutigen Zeit, in der Systemkritik in Russland und anderswo wieder gefährlich ist, bleibt die Operette erschreckend relevant. Loyalität wird belohnt, Eigenständigkeit bestraft.

Die zentrale Frage des Stücks lautet:

Wann hört ein Mensch auf, Mensch zu sein – und wird nur noch eine Funktion?


Kommende Woche beginnt die Endprobenphase und ich freue mich schon jetzt auf die Aufführungen – es wird ein starkes Stückl!

Aufführungen: 30. April, 2., 3., 5., 6., 8. Mai, 19 Uhr, HMT Leipzig.

Besetzung:

  • Bubenzow – Joshua Geddes
  • Masha – Ana Gvozdenović
  • Lidotschka – Halldóra Ósk Helgadóttir
  • Baburov Semyon Semyonovich – Bruno Szabó
  • Boris Korezki – Elie Valdenaire
  • Sergej Gluschkow – Taras Semenov
  • Liusia – Isabelle Serafin
  • Fjodor Michailowitsch Drebednjow – Lucas Reis
  • Vava – Victoria Grilz
  • Afanassi Iwanowitsch Barabaschkin – Valentin Schneider

Künstlerisches Team:

  • Musikalische Leitung: Matthias Foremny
  • Regie: Beverly Blankenship
  • Bühnenbild & Kostüme: Barbara Schiffner
  • Choreographie: Claudio Valentim Filho
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Moskau, Tscherjomuschki – Zwischen Satire und bitterer Realität

Seit zwei Wochen arbeiten wir intensiv an „Moskau, Tscherjomuschki“ – einer Operette, die weit mehr bietet als bloße Unterhaltung. Ich freue mich, als Sergej Gluschkow auf der Bühne der HMT Leipzig zu stehen und Teil einer Inszenierung zu sein, die den Kern des Stücks enthüllt: den schmalen Grat zwischen absurdem Humor und beklemmender Realität.

Bild: openAI

Schostakowitsch thematisiert Wohnungsnot, Korruption und enttäuschte Hoffnungen – Themen, die heute so aktuell sind wie damals. In Zeiten, in denen Systemkritik, besonders in Russland, unmöglich erscheint, zeigt diese Operette, wie subversiv Kunst wirken kann. Mit Witz, Ironie und eingängigen Melodien beschreibt sie eine Realität, die viele nur zu gut kennen.

Ich bin gespannt auf die Aufführungen und lade euch herzlich ein, dabei zu sein!

Aufführungen: 30. April, 2., 3., 5., 6., 8. Mai, 19 Uhr, großer Saal, HMT Leipzig.

Künstlerisches Team:

  • Musikalische Leitung: Matthias Foremny
  • Regie: Beverly Blankenship
  • Bühnenbild & Kostüme: Barbara Schiffner
  • Choreographie: Claudio Valentim Filho

Besetzung:

  • Bubenzow – Joshua Geddes
  • Masha – Ana Gvozdenović
  • Lidotschka – Halldóra Ósk Helgadóttir
  • Baburov Semyon Semyonovich – Bruno Szabó
  • Boris Korezki – Elie Valdenaire
  • Sergej Gluschkow – Taras Semenov
  • Liusia – Isabelle Serafin (Cover: Clémence Poncet)
  • Fjodor Michailowitsch Drebednjow – Lucas Reis
  • Vava – Victoria Grilz
  • Afanassi Iwanowitsch Barabaschkin – Valentin Schneider
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Franz Schubert: Die schöne Müllerin im Kulturhaus Pusdorf

Am 24. Januar 2024 interpretierten wir im Kulturhaus Pusdorf in Bremen Franz Schuberts Liederzyklus Die schöne Müllerin. Gemeinsam mit der hervorragenden Pianistin Sofia Semenina präsentierten wir dieses Meisterwerk in einer wunderbaren Atmosphäre.

Die Geschichte des jungen Müllersgesellen, seine Träume, Hoffnungen und tragischen Wendungen berührten das Publikum tief. Der Abend war voller intensiver Emotionen und lebendiger musikalischer Dialoge. Der minutenlange, begeisterte Applaus zeigte uns die große Wertschätzung und schuf einen besonderen Moment der Verbindung mit den Zuhörern.

Das Kulturhaus Pusdorf bot den idealen Rahmen, um die Intimität und Tiefe dieses Liederzyklus zu entfalten. Ein herzlicher Dank an alle, die diesen Abend ermöglicht und uns begleitet haben!

Falls Sie Die schöne Müllerin in Ihrer Stadt oder Ihrem Veranstaltungsort erleben möchten, freue ich mich über Ihre Nachricht. Schreiben Sie mir gerne per E-Mail an info@taras-semenov.com oder über das Kontaktformular.

text: OpenAI

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November-Rückblick: Doppeloper in Leipzig, Solist in Berlin, Bachelorkonzert in Bremen

Der November war ein intensiver und erfolgreicher Monat. In Leipzig trat ich als Lui/Er in Nino Rotas „La notte di un nevrastenico“ auf und begeisterte das Publikum in der Black Box. Die Zusammenarbeit mit dem Ensemble und dem Produktionsteam inspirierte mich und brachte mir viel.

In Berlin sang ich als Solist im „Mozart-Requiem“. Die Aufführungen in der Johanneskirche Frohnau bewegten das Publikum und zeichneten sich durch ein großartiges Zusammenspiel mit Chor, Orchester und meinen Kolleg*innen aus.

Mein Bachelorkonzert an der HfK Bremen bildete den Höhepunkt des Monats. Mit dem Programm „Traum und Vergänglichkeit“ präsentierte ich meine künstlerische Entwicklung und erhielt viel positive Resonanz. Sofia Semenina begleitete mich am Klavier.

Prof. Krisztina Laki, Taras Semenov, Prof. Thomas Mohr
(c) Elke Walter
Sofia Semenina, Taras Semenov
(c) Elke Walter

Ich bin dankbar für die wertvollen Begegnungen und Erfahrungen in diesem Monat und freue mich auf die kommenden Projekte.

Beitrag zum Abschlusskonzert auf Facebook