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31. März | Benefizkonzert für die Ukraine. Update: 1600€ beim Konzert eingenommen

Upd.: Beim Benefizkonzert sind 1600€ Diakonie Katastrophenhilfe UKRAINE 2022 gesammelt worden. Vielen Dank!

©Design: Taras Semenov

Am Donnerstag 31.03.2022 um 20.00 Uhr wird es in der evangelischen Maria-Magdalenen-Kirche in Bad Malente ein Benefizkonzert zugunsten der Ukraine geben. 

Es singt der aus der Ukraine gebürtige Tenor Taras Semenov, der in Lübeck lebt und noch in Bremen an der Hochschule bei Thomas Mohr Gesang studiert. Er wird begleitet von Kirchenmusikstudentin Hanna Freye aus Lübeck. 

Das Programm wird weiter ergänzt durch eigene Lieder von der Sängerin und Songwriterin Katharina Schwerk, auch aus Lübeck, sowie dem Regionalchor Malente unter der Leitung von Susanne Schwerk. Pastor Waack begleitet diese von H.M.Todsen-Reese initiierte Veranstaltung mit geistlichem Wort und Gebet.

Der Eintritt ist frei, es werden nach dem Konzert am Ausgang Spenden zugunsten der Diakonie Katastrophenhilfe UKRAINE 2022 gesammelt.

Es gilt das tagesaktuelle Hygienekonzept.

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„DER VERLORENE VATER (UA)“ Video verfügbar

EIN PHILOSOPHISCHES MUSIKDRAMA NACH FJODOR DOSTOJEWSKI: DER GROSSINQUISITOR

Komposition: Benjamin Helmer (2019-2021), Libretto: Jari Niesner

Es ist an mir, mich zu erschießen, weil der Angelpunkt des Selbstwillens darin besteht – sich selber zu töten.“

Kirillow aus Dostojewski: Böse Geister (1873, aus dem Russischen: Swetlana Geier), Böse Geister, (Original: Bessy), Fischer Verlag GmbH, Frankfurt a.M., 2003.

Fjodor Dostojewskis berühmter Text „Der Großinquisitor“ dient als Stoff für eine mikrotonale Kammeroper in sechs Szenen. In seiner breit angelegten epischen Erzählung „Die Brüder Karamasow“ (1880), aus der der Text stammt, strebt der Schriftsteller ein umfassendes Gesellschaftsbild des Zarenreichs im 19. Jahrhundert an. In besagtem Kapitel steht eine fiktive Geschichte im Zentrum, in der Jesus zur Zeit der spanischen Inquisition zurückkehrt und als Ketzer verbrannt werden soll. Die Begegnung zwischen Großinquisitor und Jesus lässt sich dabei auch als Generationenkonflikt auffassen. Mit Blick auf die politischen Entwicklungen des vergangenen Jahrzehnts scheint der Stoff aktueller denn je.

In unserer Bearbeitung verwandelt sich Jesus in den Vater einer vierköpfigen Familie. Als der ältere Sohn Kaspar erfährt, dass sein Vater, der Musiker ist, einen lukrativen Vertrag mit einem Label abgelehnt hat, ist er zutiefst empört und verärgert. Nachdem die Mutter den Vater schließlich verlässt und im Frust über dessen einfaches und scheinbar gleichgültiges Dahinleben, rutscht er in Verzweiflung und das Drogenmilieu ab. Diese Geschehnisse, welche von heute aus gesehen vor ca. 25 Jahren spielen, bilden die Binnenhandlung der Kammeroper. Die Rahmenhandlung berichtet von der plötzlichen Rückkehr des Vaters, der seine Familie nach langer Verstoßung besuchen will. Gelingt vielleicht nach langer Zeit die Aussöhnung?

 

Cast
Javid Wunsch | Sprechrolle
Taras Semenov | Sohn Kaspar
Marcia Lemke-Kern | Mutter
Tom Kessler | Vater
Chun-Kai Hsu | Sohn Max

Ensemble
Lin Chen | Percussion
Lijunyi Zhang | Violine
Erik Konertz | Posaune
Nora-Louise Müller | Klarinetten, Bohlen-Pierce Klarinetten
Tair Turganov | Kontrabass
Paul Linardatos | E-Gitarre

Elektronik & Raumklang
Stefan Troschka

Regie | Jari Niesner
Musikalische Leitung | Constantin Schiffner
Bühne & Video | Iris Holstein
Kostüme | Caroline Packenius
Dramaturgie | Elise Schobeß
Inspizienz | t.b.t

Quelle: https://www.hfmt-hamburg.de/veranstaltungen/details/9125/

 

 

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M. Nyman „The Man Who Mistook His Wife For A Hat” — das Video bis März verfügbar

(C) Stefan Hahn

Opernprojekt 2021: Patienten

In Zeiten wie diesen – gerade mit einer Pandemie ungewöhnlichen Ausmasses – ist der Umgang mit Krankheiten jeglicher Natur für alle Menschen, seien sie Pfleger oder Angehörige, eine besondere, bis an die Grenzen des Möglichen reichende Herausforderung. Unser Projekt zeigt die andere Seite, nämlich diejenigen die sich als Patienten, obgleich unterstützt von Pflegekräften und Ärzten, gegen ihre Krankheit zur Wehr setzen und und mit ihren Mitteln emotional und intellektuell gegen sie angehen. Literarisch ist Ernst Herbeck (ein schizophrener österreichischer Dichter des zwanzigsten Jahrhunderts) unser Ausgangspunkt, musikalisch beginnen wir bei Robert Schumann, der die Einlieferung in die Psychiatrie und das Ausgeliefertsein an sie am eigenen Leibe erlebt hat, und enden bei Michael Nyman’s Oper „Der Mann, der seine Frau mit einem Hut verwechselte“. Katzenfressende Mäuse, übelste Horrortrips, Gedichte und zuletzt – mit den Mitteln des Musiktheaters – ein ärztlich diagnostizierter Fall beginnender Demenz eines ehemaligen Opernsängers beleuchten den allgemeinen Kampf um Würde und Weiterleben der Patienten aller Art und allerorten. 

Regie: Gregor Horres, musikalische Einstudierung und Leitung: Ulrich Sprenger

Quelle:https://www.hfk2020.de/de/hochschule/mind-the-gap/mtg-konzerte.php

„The Man Who Mistook His Wife For A Hat“: https://vimeo.com/605488775